Nach dem Eishaus, Saisonspeicher jetzt auch für überschüssige Wärme?

Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, sich etwas von der überschüssigen Wärme des Sommers für die kalte Jahreszeit aufzuheben.



Nach dem Eishaus, Saisonspeicher jetzt auch für überschüssige Wärme?
Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, sich etwas von der überschüssigen Wärme des Sommers für die kalte Jahreszeit aufzuheben.

Der umgekehrte Fall wurde Jahrhunderte lang genutzt. In den sogenannten Eishäusern wurde im Winter Eis eingelagert, das zuvor in Teichen geschlagen wurde. Bis in den Sommer hinein konnte man damit seine Vorräte kühlen. Mit Fuhrwerken wurden die Eisblöcke sogar an Gasthäuser ausgeliefert um das Bier zu kühlen. Wegen der Erfindung des Kühlschrankes sind diese Methoden aus der Mode gekommen. Seitdem uns nun bewusst ist, das Energie immer teurer wird denken wir wieder über die Saisonspeicherung nach.

Nehmen wir an wir haben die Dach- und Fassadenflächen so gut wie möglich genutzt um über Photovoltaik Strom zu erzeugen. Da wir unsere Photovoltaik kühlen, gilt es die auf großer Fläche eingesammelte Wärme zu nutzen oder zu speichern bis sie benötigt wird. In unseren Breiten können wir von Mai bis September mit überschüssiger Wärme rechnen, wobei auch im Oktober noch das Temperaturniveau des Speichers gehalten werden kann. Der von üblichen Solarthermie-Anlagen gebräuchliche Pufferspeicher wird unabhängig vom Saisonspeicher weiter benutzt und deckt soweit wie möglich den Heizbedarf ab. Erst wenn die Temperaturen des Pufferspeichers nicht mehr ausreichen, wird auf den Saisonspeicher zugegriffen.

Die Größe und die Lage des Langzeit-Speichers entscheidet über dessen Effektivität. >>