Warum wir umdenken müssen.

Heute noch beruhen die meisten unserer Heizsysteme auf Verbrennungsprozessen. Verbrennung bedeutet aber nicht nur Vernichtung von Rohstoffen, sondern auch Erzeugung von



Warum wir umdenken müssen.
Heute noch beruhen die meisten unserer Heizsysteme auf Verbrennungsprozessen. Verbrennung bedeutet aber nicht nur Vernichtung von Rohstoffen, sondern auch Erzeugung von

Schadstoffen. Dass das nicht ewig so weitergehen kann, ist völlig klar. Rohstoffe werden knapper und die erzeugten Schadstoffe machen unser Lebensumfeld kaputt.

Wie kommen wir nun am besten aus dieser Situation heraus? Am besten, in dem wir jeden Verbrennungsprozess in Frage stellen. Wir müssen fragen, ist der Verbrennungsprozess überhaupt notwendig oder lässt er sich ganz vermeiden? Nehmen wir das Beispiel der thermischen Solaranlagen, die in vielen Fällen als Ergänzung zu Öl- oder Gasheizungen installiert wurden. In den wenigsten Fällen, sind die thermischen Solaranlagen so ausgelegt, dass sie den größten Teil der Verbrennungsprozesse ersetzen. Wenn man sich umschaut, sieht man die thermischen Kollektoren auf flach geneigten Dächern. Das bedeutet, dass gerade im Winter, wenn die Sonne tief steht, sehr ungünstige Bedingungen für den Betrieb der thermischen Solaranlage herrschen. Man kann sogar Kollektoren sehen, die über viele Wochen mit Schnee bedeckt sind, also überhaupt nicht genutzt werden, obwohl zwischendurch auch mehrere Sonnenstunden zu verzeichnen sind. Was hier nicht genutzt wird, wird durch Verbrennung im alten Heizsystem ausgeglichen.

Einige wenige thermischen Solaranlagen, sind so installiert, dass sie wirklich optimalen Nutzen bringen. Ideal, um in der kalten Jahreszeit die Sonne zu Heizzwecken zu nutzen, sind Fassaden-Kollektoren. An der Südseite von Wohnhäusern gibt es fast immer freie Fassadenflächen, die für solche Zwecke zur Verfügung stehen. Idealerweise verwendet man Röhrenkollektoren, die quer montiert werden, damit die Absorber in den Röhren genau nach der Sonne ausgerichtet werden können. So können die wenigen Sonnenstunden im Winter einen maximalen Beitrag zum Aufheizen eines Pufferspeichers leisten. Wer keine Fassadenflächen frei hat, könnte auch ein Balkongeländer für die Anbringung der Röhrenkollektoren nutzen. Beispiele belegen, dass der Röhrenkollektor auch Ersatz des Balkongeländers ganz annehmlich aussieht. Das Foto von Helvetic Energy, mit dem Blockhaus liefert einen anschaulichen Beweis dafür.

Der Kollektor ist so angebracht, dass er die tiefstehende Sonne nutzt und dass es keine Probleme mit dem Schnee gibt. Damit ist die erste Voraussetzung gegeben, damit die thermische Solaranlage auch genutzt werden kann, wenn der Heizbedarf am größten ist. Damit wären wir beim nächsten Problem. Es scheint nicht jeden Tag die Sonne, so dass es gut ist, wenn der Speichervorrat für ein paar Tage reicht. Theoretisch könnte man den Speicher so groß gestalten, dass eine Vollversorgung mit der thermischen Solaranlage möglich ist. Allein der Bauaufwand und die Finanzen setzen hier die Grenzen. Nehmen wir einmal an, wir hätten unser Haus optimal mit einer thermischen Solaranlage versehen. Dann könnten wir von einer billigen Heizung ausgehen. Leider sind viele der installierten thermischen Solaranlagen nicht so konzipiert, dass ihr Nutzen als optimal bezeichnet werden kann.